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Anfang 2002 berieten
unser Verein und die Ritter der Osterburg über die weitere Nutzung
der Freiterrasse und entschlossen sich gemeinsam alle notwendigen
Schritte zur Realisierung des oben genannten Projektes einzuleiten.
Mit Schreiben vom 10. Februar 2002 beantragten wir beim Thüringer
Ministerium der Justiz eine Zuwendung aus Lottomitteln.
Mit Zuwendungsbescheid vom 18. April 2002 gewährte das Ministerium
einen Zuschuss in Höhe von 2.500,00 Euro. Somit war die Finanzierung
des Baues der ersten mittelalterlichen Justizinstrumente
sichergestellt.
Die für die Gestaltung der Freiterrasse vorgesehenen großen Geräte,
wie Hexenwaage, Galgen, Tauchkran mit Tauchkäfig ließen wir von
einem fachlich geeigneten Zimmerer anfertigen.
Die Aufstellung derselben erfolgte Ende Mai, Anfang Juni 2002.
Nunmehr konnte Maß für die notwendigen Beschläge genommen werden,
welche ein ortsansässiger Schmied fertigte und gemeinsam mit den
Rittern der Osterburg an den Geräten anbrachte.
Parallel dazu wurden in Eigenleistung die Holzarbeiten für weitere
kleinere Geräte, wie einen Pranger, einen Sitzpfahl, Folter- und
Streckbank und einen Folterstuhl in Eigenleistung durch ein
Vereinsmitglied unterstützt durch die Ritter der Osterburg erbracht.
Neben den Holzarbeiten sind für die vorgenannten Gerätschaften
jedoch auch erhebliche Handschmiedearbeiten erforderlich, damit
eine detailgetreue Nachgestaltung möglich wird.
Nach mehreren Versuchen fanden wir einen geeigneten alten
Schmiedemeister, welcher uns handgeschmiedete Nägel, Beschläge,
Schellen, Lagerböcke, Haspen usw. anfertigte und an den vorgenannten
Geräten anbrachte. Der Schutzanstrich wurde in Eigenleistung
aufgebracht.
Zur weiteren Vervollständigung der Darstellung wurde eine zur
damaligen Zeit übliche Henkersaxt erworben.
So gelang es uns, aufgrund der termintreuen Arbeit der beteiligten
Handwerker und der umfangreich erbrachten Eigenleistung, die
vorgenannten Instrumente der mittelalterlichen Justiz einem großem
Publikum zum Osterburg- und Heimatfest zu präsentieren.
Auch der Überbringer des symbolischen Fördermittelbescheides, Herr
Staatssekretär Köppen, konnte sich gemeinsam mit dem Bürgermeister
der Stadt Weida ein Bild von unserer Arbeit machen.
Weitere Arbeiten, wie die Sicherung der Geräte, eine nochmalige
Behandlung mit Anstrich, die Errichtung von Absperrungen für zu
neugierige Besucher und die Anfertigung von Erläuterungstafeln
wurden oder werden noch in Eigenleistung erbracht.
Ebenso ist eine Erweiterung der jetzigen Ausstellung angedacht, da
in diesem ersten Schritt noch nicht alle Instrumente der
mittelalterlichen Justiz zur Darstellung hergestellt werden konnten.
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Platzansicht

Pranger


Tauchkäfig |